Anreise mit Hindernissen
Muß man in Paris den ‘Flughafen für einen Anschlußflug wechseln, kann man Überraschungen erleben. Der Transferbus ist überfüllt, und der Fahrer läßt uns im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen. So schrieben wir die vorbezahlten Buskarten in Wind und Regen und nahmen ein Taxi, um den Flug nach Martinique noch zu erreichen (daß eine Polizistin einen illegalen Fahrer daran hinderte, uns schneller und billiger hinzubringen, ist eine andere Geschichte).
Nach der Ankunft in Martinique fehlte zu unserem Entsetzen ein Gepäckstück, und fast wäre eine falsche Segeltasche mitgekommen. Das fehlende Gepäckstück kam 2 Stunden später an, und gegen 23:30 lokaler Zeit legte die Adrienne sofort mit uns ab. Die nächtliche Überfahrt nach St. Lucia unter Segel bei Halbwind war in 3 Stunden erledigt, und nach insgesamt 27 Stunden Anreise konnten wir etwas ausruhen.
Der Freitag verflog mit Vorbereitungen, Einkauf, Schiffsführer-Vorbesprechung und einer Abschiedsparty mit karibischer Musik und Spezialitäten. Statt 5° und kaltem Nordwestwind in Wien genossen wir die 30° und Sonnenschein auf St. Lucia.
Der Samstag begrüsste uns bereits am Vormittag mit mehreren kurzen Regenschauern. Ausgerechnet nach dem Auslaufen zum Start um 12 Uhr begann einstündiger Starkregen, der zu ungeplanten Vollbädern führte. Thomas ließ sich nicht beirren, und kam gut vom Start weg. Alle 35 Yachten aus 22 Nationen überquerten die Startlinie ohne Frühstart und Proteste. Bei der letzten Wendeboje vor direktem Kurs auf Kolumbien waren wir ungefähr an 10. Stelle. Bei strahlendem Sonnenschein begann ein Wettrennen um die optimale Geschwindigkeit, sodaß sich die Yachten langsam zerstreuten. Damit startete die Bordroutine von Wachwechsel, Schlafen und Essen.

die unerschrockene Adrienne Crew

p.s. momentan Gesamt 2. habt ihr ein treffen mit Escobar, weil ihr so schnell seid……