Halsen oder nicht…
In der Nacht von Montag auf Dienstag drehte der Wind leicht nach Norden, sodass wir halsen mussten. Dabei ist zuerst der Solent zu bergen, ehe der Spinnakerbaum auf der anderen Seite gesetzt werden kann – in der Nacht fast 30 Minuten Arbeit.Während der letzten Nacht war ein Katamaran an die erste Stelle gesegelt, die bis dahin führende Jacht sahen wir auch nicht mehr.
Am Vormittag des Dienstags drehte der Wind wieder auf Ost, eine Halse war die Folge – diesmal benötigten wir für das Manöver 15 Minuten. Das nördlichste Kap Kolumbiens lag nun auf einem direkten Kurs. Trotz des etwa drehenden Windes unternahmen wir alles, um weitere Halsen zu vermeiden..Abends kam das Leuchtfeuer am Kap in Sicht; wir umrundeten dieses in 1/2 Seemeile Abstand OHNE weitere Halsen!
Nach dem Kap ging es ohne Welle wieder flott voran; leider flaute der Wind im Laufe des Tages auf 1 bis 2 Bft ab, sodass der Spinnaker gesetzt wurde. Auch mit diesem mussten wir am Nachmittag halsen. Abends waren wir gezwungen, 1 Stunde zu motoren, bis eine Abendbrise aufkam. Das Ziel lag unmittelbar vor uns, und wieder war die Frage: halsen oder nicht halsen. Wir näherten uns dem Hafen von einer felsigen Seite mit Untiefen,wodurch Thomas einiges zu tun hatte, nicht zu nahe an Land zu kommen. Ein weiterer Katamaran war inzwischen herangekommen, barg aber weit vor der Ziellinie die Segel. Wir hingegen segelten trotz einschlafenden Windes über die Ziellinie in Santa Marta. Der Kat überholte uns um 10m unter Motor, sodass wir als 4. Jacht ins Ziel kamen. Nun waren wir froh und erleichtert über die gute Fahrt und das schöne Ergebnis. Die endgültige Platzierung inklusive Rating und Motorstunden werden wir erst bei der Preisverteilung dieser Etappe erfahren.
eure SY-Adrienne Crew
SY-Adrienne
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