Land in Sicht fast!
Die letzten Tage haben uns ähnliche Bedingungen wie die letzte Woche gebracht.
Etmale wie gehabt, um die 170 und mit einer Spitze von 184 Meilen. Nicht schlecht für uns.
Fisch ist uns leider keiner mehr an die Angel gegangen, dafür hatte es die Nacht von Montag auf Dienstag in sich. 
Squalls, Regenschauer und Sturmböen in beliebiger Reihenfolge bestimmten die ganze Nacht. Ein letzter Squall mit Wind über 45 Knoten hat es dann vollbracht. Großsegel in zwei Teile. Glück im Unglück das Liektau ist nicht gerissen so konnten wir auch den oberen Teil des Großsegels bergen.
Der Dienstag hat dann unsere Aufholjagd gebremst und Segelreparatur war angesagt. Unter Genua und Solent konnten wir dennoch weiter segeln aber mit deutlichen Geschwindigkeitseinbußen. Speedysticher (unsere Nähaale) hat wieder hervorragende Dienste geleistet. Die geöffnete Naht würde verklebt und zweimal genäht, Liekband zum Teil erneuert und kleine Flicken zur Verstärkung des Tuches geklebt.
Das, was wir in den Tagen zuvor aufgeholt hatten und unsere Hoffnung auf den 9. Platz in unserer Klasse (nach gesegelter Zeit) war dahin.
Nach 15 Stunden konnten wir das Groß wieder setzen und weiter geht’s nach St. Lucia.
Zum Zeitpunkt dieser Zeilen trennen uns noch 60 Meilen bis in die Rodney Bay, dort werden wir im Dunkeln ankommen was unsere Freude auf einen ruhigen Liegeplatz und die Ankommens Feierlichkeiten mit Punch, Bier und Wein kaum beeinträchtigen werden.
St.Lucia wir kommen. 
Liebe Grüße von der Adrienne 14°27´N   059°53´W         60 Miles to go

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